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Unterschlagung in Münster

Diebstahl durch die Arzthelferin in einer Praxis in Münster

Diebstahl durch die Arzthelferin in einer Praxis in Münster

Sachverhalt
Telefonisch beauftrage uns ein Auftraggeber Ermittlungen in seiner Praxis hinsichtlich einiger Kassendifferenzen durchzuführen. Der Auftraggeber schilderte den Ermittlern der Detektei Palm die räumliche und betriebliche Situation. Ein Ortstermin wurde vereinbart.

Beim Ortstermin nahmen zwei Ermittler der Detektei Palm den Bereich der möglichen Tatausübung in Augenschein. Es handelt sich um einen Büroraum mit zwei Arbeitsplätzen, die zu Verwaltungszwecken ausschließlich vom Auftraggeber genutzt wurden.

In einem verschlossen gehaltenen Büroschrank wurde eine Geldtasche aufbewahrt, in der sich zumeist einige Tageseinnahmen befanden, bevor diese durch den Auftraggeber zur Bank transportiert wurden. Bei dem Geld handelte es sich um bereits gebuchte Kassenbestände, welche von der Barkasse völlig losgelöst zu betrachten waren. Der Auftraggeber gab an, dass es in der Vergangenheit schon mal vorgekommen sei, dass während seiner Abwesenheit nicht ausreichend Wechselgeld in der Barkasse gewesen sei. Daher wurde den Mitarbeitern der Lagerort der Geldtasche mitgeteilt um dort Scheine wechseln zu können. Der Schlüssel zu dem entsprechenden Schrank lagerte an einer versteckten Stelle im selben Raum.

Weiter berichtete der Auftraggeber, dass seit etwa drei Monaten vermehrt Unstimmigkeiten bei den Beträgen in der Geldtasche aufgefallen sind. Diesem Umstand wurde zunächst keine strafbare Handlung zugeordnet, jedoch wurden die Bestände ab diesem Zeitpunkt genau geprüft. Die Differenz der Summen setzte sich in unterschiedlichen Höhen fort. Dies änderte sich auch nicht, als dieses Thema durch den Auftraggeber im betrieblichen Umfeld bekannt gemacht wurde.

Da es keinerlei Hinweise auf eine Täterschaft durch Dritte von Aussen gab, musste der Auftraggeber daher von einem Täter im betrieblichen Umfeld ausgehen. Dieser Umstand ist durch den Auftraggeber nicht weiter tolerierbar gewesen, zumal erfahrungsgemäß auch die mögliche Gefahr besteht dass ein erfolgreicher Täter seine Täterschaft ausweitet oder im Falle weiterer Sicherungsmaßnahmen auf andere wertvolle Betriebsmittel (Medikamente, Rezeptblock) ausweitet bzw. verlagert. Die Ermittlung des Täters war somit unabdingbar und vor dem o.g. Hintergrund einer Sicherungsmaßnahme vorzuziehen.

Maßnahmen
Die Ermittler kamen mit dem Auftraggeber überein, zum Zwecke der Aufklärung der Täterschaft eine verdeckte Videoüberwachung zu installieren. Dieses Mittel war nach Ansicht der Ermittler gleichermaßen probat wie minimalinvasiv hinsichtlich der möglichen Persönlichkeitsrechtsverletzung eines noch zu ermittelnden Täters. Das Markieren der Geldscheine mit einem Reaktionsmittel (Geldfalle) scheidete aus diversen Gründen aus. Eine Kamera wurde im fraglichen Schrank installiert und zeigte die Lage der Geldtasche, sowie die zu erwartenden Entnahme der Scheine. Eine zweite Kamera war vom Schreibtisch auf den Schrank gerichtet und zeigte den möglichen Täter im Halbprofil und ggfs. den Vorgang des Einsteckens. Die dritte Kamera war auf die Zugangstür gerichtet und diente der zweifelsfreien Identifikation des Täters. Die Anlage wurde in Betrieb genommen. Die Geldsumme in der Geldtasche wurde engmaschig kontrolliert und die darin befindlichen Geldscheine fotografisch hinsichtlich der Seriennummern dokumentiert. Im Falle des Fehlens eines Scheins sollte noch zeitnah der Täter durch die Ermittler angesprochen werden. Dies ermöglichte als weiteres Beweismittel die Sicherstellung des entnommen Scheins im Besitz des Täters.

Befragung
Bereits am Folgetag informierte der Auftraggeber die Ermittler über das Fehlen einer Summe aus der Geldtasche. Die Ermittler der Detektei Palm begaben sich daher umgehend in die Praxis. Hier wurde zunächst die Aufzeichnungsanlage gesichert und durch die Ermittler umgehend ausgewertet. Dabei konnte eine Mitarbeiterin bei der Entnahme des Geldes festgestellt werden.

Die Mitarbeiterin wurde umgehend nach ihrem regulärem Dienstschluss zu einem Gespräch gebeten. Als Zeugen waren der Auftraggeber mit Ehefrau anwesend. Die Ermittler stellten sich der Beschuldigten vor und erklären ihr, dass sie keine Angaben zur Sache abgeben muss. Die Mitarbeiterin erklärte sich mit einer Befragung in diesem Rahmen einverstanden und räumte nach Vorlage einiger Beweismittel den ihr gemachten Tatvorwurf ein und gestand die Täterschaft. Die Beschuldigte gab an, eigenständig seit etwa sechs Wochen in unregelmäßigen Abständen diverse Geldbeträge aus Gründen der persönlichen Not entwendetet zu haben. Die Gesamtsumme schätzte sie auf einen dreistelligen Betrag, wobei sie den entwendeten Betrag vom gleichen Tag sofort und freiwillig zurückgab. Die Beschuldigte entnahm, in Anwesenheit der o.g. Zeugen, ihrem privaten Portemonnaie einen Fünfzigeuroschein und einen Zwanzigeuroschein. Die beiden Scheine wurden fotografisch dokumentiert und mit den Seriennummern der fehlenden Scheine abgeglichen. Die Nummern waren identisch, es handelte sich de facto um das Diebesgut. Die Beschuldigte wurde mit der Strafbarkeit (Diebstahl, bzw. Unterschlagung) ihres Handelns konfrontiert. Dies sei ihr nach eigener Aussage bewusst gewesen.

Abschluss / Lösung
Mit der Beschuldigten wurde aufgrund ihres Geständnisses und ihrer gezeigten Reue die Vereinbarung getroffen, die Angelegenheit zunächst ohne den Aspekt einer strafrechtlichen Verfolgung zu regeln. Die Beschuldigte unterzeichnete gegenüber den Ermittlern und dem Auftraggeber ein Schuldanerkenntnis, in dem sie sich auch zum Schadensersatz für die entwendete Summe, sowie der Ermittlungskosten in voller Höhe verpflichtete. Auf ein notarielles Schuldanerkenntnis wurde seitens des Auftraggebers verzichtet. Ferner unterzeichneten der Auftraggeber und die Beschuldigte einen Aufhebungsvertrag, der das Arbeitsverhältnis der Beschuldigten mit sofortiger Wirkung beendete.

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